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Was tun im Generationenwechsel in mittelständischen Unternehmen?

Für Kinder aus Unternehmerfamilien sieht die Kindheit, Jugend und anschließende Karriere häufig folgendermaßen aus: Sie erleben von Kindesbeinen an, dass es nicht nur Arbeitnehmer in Form von Mitarbeitern gibt, sondern erleben von frühester Kindheit an unternehmerische Entscheidungen die in der Regel zuhause diskutiert und erläutert werden,
In den allermeisten Fällen dürfte dem Nachwuchs von Unternehmern die Frage während der Jugend gestellt werden, ob sie einmal in das elterliche Unternehmen eintreten möchten. Auch wenn heute die meisten Jugendlichen die Freiheit haben einen Beruf zu wählen, der ihnen Spaß macht und sie später ernährt, so dürfte doch für Kinder aus Unternehmerfamilien immer auch die Frage im Raum stehen, ob ein Einstieg im Unternehmen der Familie und eine spätere Karriere oder Übernahme des Unternehmens eine ernst zu nehmende Option ist.

Häufig werden die Söhne und Töchter aus Unternehmerfamilien dann während ihrer Ausbildung gezielt auf Ihre spätere Aufgabe im Unternehmen vorbereitet. Beispielsweise zunächst eine klassische kaufmännische Ausbildung, anschließend ein passendes Studium und danach zunächst einmal Karriereschritte in bekannten, renommierten d.h. meist mittelständischen Unternehmen. Das hilft, später im eigenen Unternehmen auch eine externe Sichtweise zu haben um nicht nur die eigene Familiensicht über Generationen hin weiter zu tragen.

So ist es durchaus üblich, dass die Kinder von Firmenchefs zunächst einmal 5-10 Jahre nach der Ausbildung in anderen Unternehmen, die nicht der Familie gehören, arbeiten und sich dort ihre Sporen verdienen. Sofern sie dort ihr Können unter Beweis gestellt haben, kehren sie häufig in den Schoß der Familie zurück, wo man sie schon kennt und mittlerweile respektiert, was sie an anderer Stelle geleistet haben.

Familienclans oder einfach nur Patriarchen freuen sich daher in der Regel in aller Stille wenn der eigene Nachwuchs langsam aber sicher in die eigenen Fußstapfen tritt und ab dem 40. Lebensjahr kann man dann mit gutem Gewissen die Stabübergabe im eigenen Unternehmen in Angriff nehmen.

Doch was passiert wenn entweder kein Nachwuchs da ist oder die eigenen Kinder kein Interesse am elterlichen Unternehmen haben? In solchen Fällen suchen Unternehmer oft händeringend nach einem adäquaten Ersatz für den Nachwuchs, der entweder nicht will oder nicht kann. Genau solch einen Fall beschreibt Matthias Böhmichen, Geschäftsführer eines mittelständischen Unternehmens aus Stuttgart in seinem lesenswerten Artikel. Dabei wird deutlich, dass es noch lange kein Beinbruch sein muss wenn-auch nach Generationen-das eigene Unternehmen in fremde Hände übergeht.

So sind doch im Mittelstand und vor allem in familiengeführten Betrieben häufig ganz andere Werte im Fokus als bei großen börsennotierten Unternehmen in Deutschland.

Dazu gehört in etwa, dass der Fokus der Unternehmensführung häufig auf Beziehungen liegt. Dies bedeutet intensivere und langfristigere Beziehung sowohl zu Lieferanten als auch zu Kunden und natürlich den Mitarbeitern. Um diesem Umstand bei der Übergabe eines Familienunternehmens an einen externen Investor bzw. Firmenfremden besser zu verstehen und sich auf solch eine Vorgang einzustellen, beschreibt der Autor sehr ausführlich und plastisch, welche Fallstricke hier lauern können und wie Firmenchefs diese erfolgreich meistern können.

Einfach mal rein lesen.